Lohnverrechnung - Wichtige Änderungen

  • Dienstverhinderungen – Krankenstand/Unglücksfall

Ab 01.07.2018 wurden Angestellte und Arbeiter im Bereich Entgeltsfortzahlung im Krankenstand angeglichen. Einer der wichtigsten Punkte ist, dass beide bereits nach einjähriger Dauer des Dienstverhältnisses einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung von 8 Wochen volles und 4 Wochen halben Entgelt haben. Im ersten Dienstjahr besteht ein Anspruch von 6 Wochen volles und 4 Wochen halbes Entgelt. Die Ansprüche erhöhen sich bei einer Dienstzugehörigkeit ab 16. Jahre auf 10 Wochen volles und 4 Wochen halbes und ab dem 26. Dienstjahr auf 12 Wochen volles und 4 Wochen halbes Entgelt.

Die jeweilige Anspruchshöhe besteht immer für die Dauer eines Arbeitsjahres, wobei wiederholte Dienstverhinderungen zusammengerechnet werden. Erst mit Beginn eines neuen Arbeitsjahres entsteht ein neuer Fortzahlungsanspruch.

Für eine Verhinderung aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit besteht ein extra Entgeltsfortzahlungsanspruch vom 1. Tag bis zum 15. Dienstjahr von 8 Wochen volles Entgelts. Dieser erhöht sich ab dem 16. Dienstjahr auf 10 Wochen.

 

  •  Einvernehmliche Auflösung im Krankenstand

Eine einvernehmliche Lösung eines Dienstverhältnisses im Krankenstand bis zum 30.06.2018 war erlaubt und hatte zur Folge, dass auch sämtliche Fortzahlungsansprüche endeten.

Ab 01.07.2018 besteht ein Entgeltfortzahlungsanspruch max. für die oben angeführte Dauer über das arbeitsrechtliche Ende des Dienstverhältnisses hinaus, wenn das Dienstverhältnis aufgrund des Krankenstandes oder auch aufgrund einer bevorstehenden Dienstverhinderung (zB Kuraufenthalt) einvernehmlich gelöst wird.

 

  •  Zuschuss zur Entgeltfortzahlung (=Krankenstand, Unfall)

 Für Dienstverhinderungen sei es aufgrund eines Krankenstandes oder Unfalles gibt es unter bestimmten Voraussetzungen von der AUVA Zuschüsse.

Für Krankenstände ab dem 11. Krankenstandtag und ab dem 1. Tag bei einem Unfall (Arbeit- u. Freizeitunfall!) erhalten Betrieb mit durchschnittlich nicht mehr als 50 Dienstnehmer/innen einen Zuschuss von 50% der Entgeltfortzahlung. Dieser Zuschuss wurde per 01.07.2018 für Betriebe mit durchschnittlich bis zu zehn Mitarbeitern auf 75% erhöht.

Damit wir den Antrag auf Zuschuss rechtzeitig stellen können, ersuchen wir jegliche Krankenstandmeldungen an uns weiterzuleiten!!!

 

  • Reduzierung des AlV-Beitrags für Niedrigverdiener

 Dienstnehmer, welche ein niederes Einkommen beziehen, leisten einen niederen Beitrag zur Arbeitslosenversicherung. Da diese Grenzen ab 01.07.2018 wieder gesenkt wurden, ergibt sich ab der Juli-Abrechnung bei den betroffenen Dienstnehmern/in ein höhere Nettobezug. 

 Für den Dienstgeber kommt es durch diese Absenkung zu keiner Änderung = die Gesamtkosten bleiben unverändert.

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