Literaturtipp: Zweitwohnungen im Alpenraum

Zweitwohnungen im Alpenraum
Bewertung des alpenweiten Bestandes und der Situation in der Schweiz in Bezug auf eine Nachhaltige Entwicklung

Roger Sonderegger
2014, 328 S., 220 mm, Softcover
Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften
ISBN 978-3-8381-3816-9

Inhalt

Der Autor untersucht den alpenweiten Bestand an Zweitwohnungen. Mit gegen 2 Mio. Einheiten, die vor allem für Freizeit und Tourismus genutzt werden, stellen Zweitwohnungen rund 6-7 Mal mehr Gästebetten zur Verfügung als das traditionelle Gastgewerbe. Die Gründe dafür werden einerseits beim Wachstum von Bevölkerung und Wohlstand im Umland der Alpen identifiziert, andererseits bei kommerziellen Interessen und einer starken Baubranche innerhalb der Alpen. Der Bestand der Zweitwohnungen nimmt von Westen nach Osten stark ab, was insbesondere auf die unterschiedliche staatliche Regulierung zurückgeführt wird. Aus der Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung werden hohe Bestände und hohe Konzentrationen von Zweitwohnungen als kritisch eingeschätzt. Entsprechend werden verschiedene Ansätze für eine nachhaltige Zweitwohnungspolitik vorgeschlagen. Für die Zukunft wird den Zweitwohnungen das Potenzial zugeschrieben, eine stärkere Brückenfunktion zwischen den Alpen und ihrem Umland einzunehmen. Entsprechend wird auch in den Bereichen multilokales Wohnen und amenity migration noch bedeutendes Potenzial für die Forschung gesehen.

Autoreninfo

Roger Sonderegger, Dr. phil. nat., hat an der Universität Bern (Schweiz) Geographie studiert und an der Universität Erlangen-Nürnberg bei Prof. Dr. Werner Bätzing promoviert. Ausserdem hat er an der ETH Zürich ein Nachdiplomstudium in Raumplanung absolviert. Er beschäftigt sich mit diversen Themen im Bereich Raumplanung, Tourismus und Mobilität.

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