Fixkostenzuschuss – Verzögerter Start der größten Förderung in der Geschichte der zweiten Republik

Ein wichtiger Schutzschirm für die österreichische Wirtschaft wird mit halbjähriger Verspätung endlich umgesetzt

Seit Anfang Mai 2020 wurde von der österreichischen Bundesregierung ein großartiger Schutzschirm angepriesen, der über die österreichische Volkswirtschaft gespannt worden sei. Mit 15 Milliarden EURO wurde der Corona-Hilfsfonds, der über die COFAG abgewickelt werden soll, zur Übernahme von Garantien und von Zuschüssen bei den Fixkosten dotiert.

Ein aktueller Blick per Ende November 2020 auf die Webseite der COFAG, straft sämtliche Ankündigungen Lügen. Mit Stand Ende November 2020 beläuft sich die gesamte ausbezahlte Fördersumme zur Entschädigung von Fixkosten auf EUR 380 Millionen, das sind 0,03 Prozent der dotierten Mittel.

Ca. 40.000 Antragsteller erhielten einen durchschnittlichen Fixkostenzuschuss von EURO 9.705,-. Je nach Höhe eines möglichen Fixkostenersatzes, hätten jedoch auf diesem Weg pro Unternehmen bereits maximal EURO 30 oder 60 oder 90 MIO Fixkostenzuschuss beantragt werden können.  

Zitat aus einer Pressemeldung des BMF vom 25. Mai 2020:

„Unsere Betriebe brauchen Geld und sie brauchen es sofort. Mit dem formalen OK der EU-Kommission können wir unseren Zeitplan einhalten und die ersten Zuschüsse innerhalb von 10 Tagen auszahlen.“ (Finanzminister Gernot Blümel)

Bei zeitnaher Antragstellung hätten österreichische Unternehmen bereits per Anfang Juni über maximal 50 % des beanspruchbaren Zuschusses verfügen können.

Abschließend sei dazu angemerkt, dass im Zeitraum von Anfang Mai 2020, bis zuletzt am 1. Oktober 2020, insgesamt 5 Aktualisierungen bei den Richtlinien zur Erlangung des Fixkostenzuschusses I veröffentlicht worden sind.   

Seitdem ist ein halbes Jahr ungenutzt vergangen!

Seit Montag, den 16. November 2020, können österreichische Unternehmen, sozusagen in einem zweiten Anlauf, zwei Formen eines Fixkostenzuschusses (Fixkostenzuschuss I und Fixkostenzuschuss 800.000), sowie einen Lockdown-Umsatzersatz beantragen. Ein Fixkostenzuschuss II wurde ebenfalls bereits angekündigt und soll ab Dezember beantragt werden können.

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