Änderung der steuerlichen Behandlung von Kursverlusten bei Fremdwährungsdarlehen

Im Rahmen einer Neuordnung der Besteuerung von Kapitalvermögen per 01.04.2012 kam es zu einer Änderung der steuerlichen Behandlung von Verlusten aus der Konvertierung von Fremdwährungsdarlehen. Ab diesen Zeitpunkt konnten Konvertierungsverluste nur mehr zur Hälfte mit anderen Einkünften ausgeglichen werden.

In einem jüngst veröffentlichten Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes konnte der Berufungswerber erfolgreich darstellen, dass der von der Finanzverwaltung bisher behauptete Zusammenhang zwischen Verbindlichkeiten in fremder Währung und Einkünften aus Kapitalvermögen nicht schlüssig dargestellt werden kann.

Fremdwährungsverbindlichkeiten stellen demnach kein Wirtschaftsgut dar, dessen Erträge Einkünfte aus der Überlassung von Kapital begründen und kann daher eine Konvertierung auch nicht den steuerlichen Konsequenzen von Einkünften aus Kapitalvermögen unterworfen werden.

Verluste, die im Rahmen der Konvertierung von Fremdwährungsdarlehen erlitten werden, sind daraus abgeleitet, in vollem Umfang steuerlich zu berücksichtigen.

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